„collateral damage“ oder unvermeidliche Begleitschäden

Wie von der Firma I.R.T. angekündigt, sind jetzt einige Begleitschäden sichtbar, die durch die Wärmeeinleitung hervorgerufen wurden. Nicht haftende Farben, alte Öllacke und wärmeempfindliche Einrichtungen können nach der Wärmebehandlung Schäden aufweisen. Wir haben zwar im Vorfeld versucht möglichst viele der empfindlichen Sachen aus der Burg herauszuschaffen – einige Dinge haben wir allerdings schlichtweg übersehen oder nicht die Konsequenz bedacht. Es haben sich z.B. an diversen Möbeln die Kantenanleimer gelöst. Bei den Festeinbauten können wir natürlich die Schäden nur beseitigen – ein Schutz war hier nicht möglich. So sind z.B. einige der bemalten Balken im oberen Aufenthaltsraum „geschrumpft“, alte Öl-Anstriche auf der Treppenhausvertäfelung haben Blasen geworfen und die Deckenbeschichtung in den Jungenzimmern und dem goldenen Zimmer sind von der Decke gefallen. Hier wurden alte Leimanstriche nicht fachgerecht mit Dispersionsfarben überdeckt – die Haftung fehlte – und durch die Wärmeeinwirkung haben sich die Schichten voneinander getrennt.

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An den alten Fenstern und Türen sind unter der Hitze teilweise eingeschlossene Harzgallen ausgelaufen. Die Fenster müssen behandelt und neu lackiert werden.

Insgesamt sind wir wahrscheinlich glimpflich davongekommen. Herr Diers hatte nämlich die Befürchtung, daß z.B. die alte Ölmalerei an den Deckenbalkenbekleidung im Aufenthaltsraum Schaden nehmen wird, da der Decklack bereits seit Jahren abplatzt. Hier müssen wir auch in Zukunft mit einem Wachs oder ähnlichem die Malereien „konservieren“.

Eine fachliche Anmerkung an dieser Stelle von meiner Seite:  Die Entscheidung für die kontrollierte Wärmebehandlung war trotz der Begleitschäden auf jeden Fall die Richtige. Andere Methoden sind deutlich aggressiver, bzw. nachhaltig giftig. Die Schäden halten sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Allerdings wird es nun wahrscheinlich im Malerbereich doch teurer, zumal die Malerarbeiten nur zu 40 % gefördert werden, auch wenn sie unverzichtbar sind und keine Schönheitsreparaturen darstellen. Für den EFG wird es auf jeden Fall eine Herausforderung sein, die Burg wieder einzurichten und die Reparaturen auszuführen.

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