fliegende Schiefertafeln und noch mehr Bock

Am Samstag war der EFG mal wieder vor Ort und hat, wie angekündigt die Schiefertafeln auf der Rückseite des Rittersaals entfernt, damit die Wärme durch die Fachwerkkonstruktion kommen kann. Motto: der Schiefer muss ab …

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Mit vier Leuten ging es um 9.00 Uhr an die Arbeit – mit Zimmermannshammer und Nagelzieher bewaffnet zogen alle Mann aufs Gerüst. Die Schiefertafeln flogen nur so umher, daß Michael Riemke schon Angst um „seine“ Fenster hatte 🙂 Nach einer kurzen Essens- und Regenpause war die Holzschalung gegen 15.00 Uhr vollkommen freigelegt. Leider wurden an 3 Stellen Fraßgänge des Hausbocks sichtbar. Wir müssen also davon ausgehen, daß auch hier das Fachwerk und der Rittersaal befallen sind.

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Zum Anschluss noch kurz zum Stand der Arbeiten. Der 3. Takt heizt seit 18.00 Uhr am letzten Mittwoch. Nach heutigem Telefonat mit Christoph Diers haben fast alle Fühler die nötige Temperatur von 55°C erreicht. Er geht davon aus, dass die Geräte ab morgen heruntergefahren werden.

Zum Schluss einfach noch ein schönes Foto von der Bekleidung auf der Moselseite – ich nenne es mal liebevoll „The Silver-Burg-Bridge“ (SBB) …

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Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Morgen Früh ab 9.00 Uhr ist ProSieben da und fängt mit den Dreharbeiten für das Magazin Galileo an.

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… und schon wieder im Fernsehen

… und schon wieder im Fernsehen

Gestern rief ein Redakteur der Landesschau Rheinland-Pfalz an. Er fand das Thema so spannend, daß noch ein Beitrag für die Landesschau gedreht wurde. Im Link findet Ihr die Sendung unter „Da ist der Wurm drin“ (Sendung vom 21.08.2013, 18.24 Uhr). Es gibt sogar noch einen „kleinen“ Spendenaufruf – achtet auch mal auf die T-Shirts der Firma I.R.T. 🙂

Heute Mittag um 15.00 Uhr ist dann (nach den Aufnahmen) der 3.Takt ans Netz gegangen. Hierzu gehören die Balkone, die großen Jungenzimmer, Lehrerzimmer, alle Toiletten, altes Labor auf dem Dachboden und der komplette Dachbereich. In diesen Bereichen haben wir bisher die größten Schäden entdeckt, die auch in die Statik eingreifen. Hier sind jetzt auch die Lebend-Larven eingesetzt, die uns ein sehr anschauliche Kontrolle geben werden.

Dann rief heute morgen noch eine Produktionsfirma aus München an, die für Pro7 – Gallileo filmt. Die fragten nach dem „Stand der Dinge“ und überlegen, ob sie auch drehen werden. Wir können mal gespannt sein, was noch so alles passiert …

Am Samstag ist jedenfalls wieder der EFG im Einsatz. Wir müssen die Schiefertafeln auf der Rückseite vom Rittersaal abreißen, damit die Wärme des 5.Taktes auch alle relevanten Bauteile erreichen kann.

Larven, Gutachter, Restauratoren … und viel kaputtes Holz

Heute war mal wieder ein ereignisreicher Tag. Das Fernsehen war heute vor Ort und hat für einen kleinen Bericht von 1.30 Min gedreht (siehe Link im Vorpost).

Der Gutachter Herr Wießner war da und hat „seine“ eigens gezüchteten Hausbocklarven in von ihm patentierten Holzstäben zur Kontrolle in die Balken eingesetzt. So sieht der kleine Zerstörer aus:

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Die Holzstäbe, die in den Kern des Gebälks eingebohrt sind, werden nach der Beheizung wieder entnommen – die Larven müssen verendet sein. Zur Redundanz-Kontrolle werden 2 Larven außerhalb der Maßnahme gefüttert – sie sollten leben. Damit wird neben den eingesetzten Messfühlern und Datenloggern sicher gestellt, daß die Maßnahme zu 100 % erfolgreich war.

Vormittags kamen dann auch die Kölner Restauratoren, die nach Genehmigung aus Mainz von uns eilends bestellt wurden, um die Teile des Chorgestühls der Mainzer Kartause aus der Kapelle auszubauen. Nachdem alles dokumentiert und begutachtet war, wurden die einzelnen „Bauteile“ fachmännisch demontiert und für den Transport und die Werkstätten vorbereitet.

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Caro und ich haben zeitgleich die Schalung des abgedeckten Wehrgangs geöffnet – eigentlich nur zur Dokumentation für den Zimmerer – und umfangreich zerstörte Sparren gefunden. Hier wird der Zimmerer wohl mehr Arbeit haben als erhofft.

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… und jetzt noch ein paar Impressionen des aktuellen Verhüllungszustandes:

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… und ja, wir haben keine Mühen gescheut Euch die Burg von allen Seiten zu präsentieren.

Christo hätte seine Freude

Alle warten schon darauf, daß man (endlich) mal was sieht … Damit werden wir natürlich nicht der Arbeitern gerecht. Die tun ihr Möglichstes, um die Baustelle voran zu bringen. Jetzt kann man es auch nach außen besser erkennen. Die großflächige Folieneinhausung nimmt Formen an.

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Auf dem unteren Burghof sieht man jetzt ein „silberne Wand“ …

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Die übrigen Seiten werden bis Mittwoch eingekleidet sein und dann heizt der große 3.Takt.

Nichts für Weicheier!

Die Vorarbeiten für den 3. Abschnitt (Lehrerzimmer, Aufenthalts- und Speiseraum, große Jungenzimmer, WC, Lehrer-Bad, TRH und Flure) sind zu 50 % abgeschlossen. Auf dem oberen Burghof steht bereits ein Gerüst und die Balkone sind bereits mit Konstruktionslatten bekleidet. Der Gerüstbauer Scholer auf Münstermaifeld hat sein Gerüst auf der Langseite des Rittersaals aufgestellt.

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Die Hofseite ist bereits fertig. Nun kommt eine der großen Herausforderungen: Das Gerüst auf der Hangseite. Hier hat die Firma I.R.T. im Vorfeld der Maßnahme bereits Ideen entwickelt – ohne die wäre die Finanzierung gar nicht möglich gewesen. Die Jungs bauen in Eigenkonstruktion mit Stahl und Holz eine Arbeitsebene und spannen dann das Gerüst für die Folien-Einhausung darüber. Mein Respekt ist nochmals merklich gestiegen. Für dieses Bauvorhaben hat der Chef alle beteiligten Mitarbeiter zu einer Kletterausbildung geschickt und nagelneue Kletter-Ausrüstung angeschafft. Auch hier geht Sicherheit vor – alle sind stets an Seilen und Haken gesichert.

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Hier erklärt mir der Chef, Herr Diers, noch mal worauf es ankommt …

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Als das Podest soweit fertig war, konnte ich mich von der Stabilität überzeugen und bin dann auch auf die Arbeitsplattform gegangen. Echt stabil – und das Beste – die gesamte Einheit bleibt auf der Burg und ist für Arbeiten am hangseitigen Balkon wieder montierbar.

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Am Montag kommt übrigens das Fernsehen … 

… wir blogen dann weiter.

800 KW heizen kontrolliert ein …

Im 2.Takt der Beheizung wurden 2 Aggregate mit 300 + 500 KW eingesetzt. Ca. 4500 ltr. Heizöl sind bereits durch die Brenner geflossen.

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Dieser Takt wurde am Mittwoch beendet und die Temperatur langsam heruntergefahren. Die Kontrolle findet über eingesetzte Messfühler statt, die in die Kernbereiche des Holzes geführt werden. Bei diesem Abschnitt wurden 16 Fühler verbaut. Alle 2 Stunden werden die Temperaturen kontrolliert und akribisch in Listen verfaßt. Hierdurch wissen die Jungs genau Bescheid, wie die Termperaturverläufe sind und wol evtl. noch Zuluft-Schläuche umgelegt werden müssen. Die Lage der Fühler wird in Skizzen erfaßt – hierin ist auch eine Positionsbeschreibung enthalten.

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Jürgen erklärt mir gerade wo die Fühler genau sitzen. Anschließend bin ich mit ihm in die Sauna eingestiegen. Hier waren es nur 50 bis 55 Grad Celsius – meine Achtung der Arbeit von den Jungs steigt von Tag zu Tag.

Die Vorarbeiten für den nächsten und größten Takt laufen bereits …